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Do. 13.09.07 / Blue Shell / 21.00

BASTARD SONS OF JOHNNY CASH

- Country aus San Diego U.S.A. -

Support: Hack Mack Jackson

Die Geschichte liest sich wie erfunden ... und ist doch so wahr. Dies ist kurze Version...
Da ist dieser junge Mann. Er heisst Mark, Mark Stuart. Er ist Frontmann der San Diego Punkrock
Legende X-OFFENDERS, merkt aber irgendwann, dass seine Songs eigentlich keine Punkrocksongs
mehr sind, sondern mehr und mehr in eine musikalische Richtung gehen, mit der er seit seiner frühen
Kindheit aufgewachsen war – Country Music und Americana. Seine Mutter war grosser Country Fan
und immer wenn unser junger Held mit seinem Vater zum Angeln fuhr hörten sie die gleichen Tapes –
die Tapes von JOHNNY CASH.
Er schließt also das Kapitel Punkrock, sucht sich Musiker für das neue Projekt, findet sie und etwa
mitte der Neunziger braucht die Band nur noch einen Namen. „Ich nahm einige Songs auf“, setzt Mark
die Geschichte selbst fort, „und ich stellte mir vor, ich würde live auf der Bühne vor Publikum singen. Ihr
wisst schon, was ich meine. Sowas wie die Geschichte mit dem Tennisschläger, dem Besen oder
Baseballschläger. Und dann sagte ich zum Abschluss des imaginären Sets ‚Danke Leute, wir sind die
BASTARD SONS OF JOHNNY CASH!’ Oh man, die BASTARDS SONS OF JOHNNY CASH!
Verdammt, wir hatten plötzlich einen Namen!“ Aber natürlich ist allen sofort klar, dass dieser Name
nicht ohne weiteres genutzt werden kann, sondern dass sie die Genehmigung von dem Mann
brauchen, der gerade auch für die Punkszene der einzig wahre Countrystar war, der Sänger mit dem
schlechten Image, der Bad Boy der ach so sauberen Country Music – JOHNNY CASH!
Etwa zur gleichen Zeit wurde Connie Nelson, zweite Frau von Willie Nelson, einem der wohl
bekanntesten amerikanischen Songwriter auf die Band aufmerksam. Sie unterstütze die Band,
besorgte ihnen Auftritte und sie war es auch, die Mark den Zugang zur TV Show Renegade verschaffte
in der Cash als Gast auftreten sollte.
„Ich schnappte mir also ein Tape mit ein paar von unseren Songs, schrieb einen Brief und versuchte
beides an Johnny Cash zu übergeben. Mein Gott, ihr könnt euch kaum vorstellen, wie nervös ich war.
Ich kam allerdings nur bis zu seinem persönlichen Assistenten, dem ich zumindest das Versprechen
abringen konnte, dass er Tape und Brief weitergeben würde.“
Drei Tage später geht Mark’s Telefon. „Hello, this is Johnny Cash ... I love your songs ... I would be
proud if you guys would be my bastard sons!” “Oh man, ich habe kaum ein Wort raus bekommen,
obwohl ich es zuerst nicht glauben konnte. Ich hab es wirklich nicht geglaubt.“ sagt Mark, und noch
heute merkt man eine Mischung aus Freude und Stolz wenn er davon erzählt. „Ich habe es tatsächlich
für einen verdammten Scherz meiner Freunde gehalten. Das war doch nicht Johnny Cash, der mich
da eben angerufen hat!“ Doch ein Rückruf bei Cash lässt die – ja – Sensation Gewissheit werden. „Das
war für mich eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens. Nicht allein, dass Johnny Cash bei mir
angerufen hatte, sondern vor allem die Tatsache, dass mein Idol tatsächlich so verdammt cool war, wie
ich ihn mir immer vorgestellt hatte.“
Wenige Wochen später spielen BSOJC in Nashville/Tennessee und John Carter Cash, Cash’s
einziger Sohn, kommt um die Band zu sehen. Er mag was seine vermeintlichen Halbbrüder dort auf der
Bühne veranstalten, und kurzerhand werden noch zwei weitere Songs für das Debutalbum „Walk
Alone“ in Cash’s eigenem Studio produziert. Die finale Legitimation für einen unglaublichen Namen...
.. und Startschuss in eine unglaubliche Zeit. Seitdem haben Mark und die Bastard Sons mit „Walk
Alone“, „Distance Between“ und „Mile Markers“ drei Alben veröffentlicht und ca. 250 Shows pro Jahr
gespielt (u.a. zwei erfolgreiche Europatouren ohne bisherige europäische Veröffentlichung). Das
Schweizer Staatsfernsehen schneidet die letztjährige Show in der Berner Mühle Hunziken komplett mit
und strahlt sie im Hauptprogramm aus. Die BSOJC spielen gemeinsam mit Willie Nelson das
legendäre ‚Annual 4th of July Picnic in Luckenbach’ vor 15.000 Menschen. Univeral Records
Deutschland wird auf die Band aufmerksam und nimmt gleich zwei Songs auf das in kürze
erscheinende Earbook über Country / Western / Americana. Und Billy Bob Thornton unterbricht die
Arbeiten am Soundtrack zu ‚Sling Blade’ um gemeinsam mit den Bastard Sons eine neue Version von
Johnny Cash’s „Long Black Veil“ einzusingen.
Diese Version ist eine von mehr als 20 Songs auf „Road to Texacali“, der ersten Veröffentlichung der
BASTARD SONS OF JOHNNY CASH auf dem europäischen Markt. Und ja, es sind „Road-Songs“,
weitab vom Nashville–Mainstream, nicht einfach nur Country & Western, sondern so viel mehr.
Americana? Sicherlich. Vom grandiosen Opener „Texas Sun“ (passender weise der erste Song den
Mark überhaupt für BSOJC geschrieben hat) über das sensationelle „Blade“, dem wohl traurigsten und
emotionalsten Song auf „Road to Texacali“ hin zur Uptempo – Steel Guitar der „Interstate Cannonball“
bis zum abschliessenden Enhanced Track, den wir alle kennen, der in dieser Version aber nicht
unveröffentlicht bleiben soll.
„Road to Texacali“ ist ein Best Of Album, ungemein trocken mit einer selten gehörten Kombination aus
spröden Wüstensound, lockeren Tex-Mex Flair, authentischen Countryrock und fantastischen
Melodien. Veröffentlicht auf Radio Blast Recordings, einem Indie, dass seine Wurzeln klar im Punkrock
definiert. Und doch scheinen die BASTARD SONS OF JOHNNY CASH nur auf den ersten Blick so gar
nicht in das bisherige Programm des Labels passen zu wollen. Doch bei genauerer Betrachtung...

 

HACK MACK JACKSON 2006
„Swing & Twang Bereitschaft in Voodoohausen“
Verehrte Gemeinde der verlorenen Seelen!
Seid gegrüßt und heißt willkommen, das neue Zeichen der Herren Countrybillyswamprock, welches sich
da „Pressure Island“ nennt und Euch Country-Soul und Voodoogebolze in die verwaisten Hütten bringt.
Nach der guten Resonanz auf das letzte Album „Everybody wants to go to heaven, but nobody wants
to die“, welches ja - jetzt kann es endlich raus - (nur) ein live eingespielter, dreckiger rough cut aus dem
Proberaumstudio ist, steht das Jahr 2006 nun unter anderen Vorzeichen! Und diese leuchten gar Hell
und sind so glasklar wie russischer Wodka im Gegenlicht.
Mitte Januar 06 hat sich die Bande nach Hamburg St.Pauli begeben, um im kleinen, feinen Artstore Studio
von Louisianas Swamprock Legende DM BOB (alias Bob Tooke) ihr neues Album einzuspielen. 14 taufrische
Songs, die das gewachsene und in Europa sicherlich einmalige Potential der Band deutlich herausstellen:
Langsame Country Nummern zwischen röchelndem Wahnsinn und traditionellen Hick Ups der 50-er Jahre,
begleitet von (Bob´s) Slide Gitarre und ungewöhnlichen Percussion-Instrumenten machen sich „gerade“
zwischen schnellen, countryfizierten Swamprockkloppern mit Rockabilly-Groove sowie reichlich
Swing&Twang Bereitschaft!
So singet Hallelujah..., denn die Jacksons haben komplizierte Musik für einfache Leute und einfache
Musik für komplizierte Leute im Programm, je nach Standpunkt, und so ist dann auch die Musik auf
„Pressure Island“ schon beschrieben.
Und goddamn it!, auch wenn uns ältere Kategorisierungen der Journaille wie: „Die scheißen auf die Hitparade“,
oder „Melodien aus der Mülltonne“ immer noch gut gefallen, so ist die „krachige Rustic Stomp auf
Teufel komm raus“ - Leidenschaft etwas der Liebe, ja der liebevollen Hinwendung zum Song gewichen.